Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Substrate

Leguminosen-Getreide-Gemenge als Biogassubstrat

Stand: November 2018

Autoren:

Veronika Eberl, Tatjana Lunenberg, Dr. Maendy Fritz (Technologie- und Förderzentrum im Komepetenzzentrum für Nachwachsende Rohstoffe, Straubing)

Dieser Steckbrief gibt Informationen über die Bodenbearbeitung, Sorten und Aussaat, Pflege und Pflanzenschutz, Düngung und Ernte, Erträge, Methanausbeute und ökologische Aspekte von Leguminosen-Getreide-Gemengen als Biogassubstrat.

Bei dem Anbau von Leguminosen-Getreide-Gemengen ist auf die Wahl einer standfesten Getreidesorte zu achten.

Die Stickstoffdüngung soll aufgrund des erhöhten Lagerrisikos der Gemenge im Vergleich zu Reingetreide-GPS zum zweiten Düngetermin reduziert werden, da kein Wachstumsreglereinsatz zulässig ist. Bei der Mineralstoffversorgung ist es ausreichend, die Entzüge im Rahmen der Fruchtfolge auszugleichen. Der bedeutendste ökologische Mehrwert von Leguminosen-Getreide-Gemengen beruht auf dem Blütenangebot, das Nahrung für verschiedene bestäubende Insekten, vor allem Hummeln, zur Verfügung stellt. Ferner wird mit der besonderen Fähigkeit der Leguminosen, in der Symbiose mit Knöllchenbakterien Luftstickstoff zu binden, ein guter Vorfruchtwert und gegebenenfalls eine Einsparung an Stickstoffdünger erreicht.

Wie die Versuchsergebnisse zeigen, sind mit dem Anbau von Leguminosen-Getreide-Gemengen als Biogassubstrat nur marginale Ertragseinbußen im Vergleich zu Reingetreidebeständen zu erwarten. Der ökologische Zusatznutzen des Gemengeanbaus sollte daher als weitaus gewichtigeres Argument gewertet werden und zum Anbau der Leguminosen-Getreide-Gemenge motivieren.

Leguminosen-Getreide-Gemenge als Biogassubstrat (950 KB)

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