Mittwoch, 12. Dezember 2018
Plattform zum Wissenstransfer für die landwirtschaftliche Biogasproduktion in Bayern

Substrate

Wickroggen als Biogassubstrat

Stand: Mai 2018

Autoren:
Daniela Zander, Veronika Eberl, Dr. Maendy Fritz (Technologie- uned Förderzentrum im Zentrum für Nachwachsende Rohstoffe Straubing)
Hans Lohr (Erzeugerringberatung Niederbayern)
Dr. Kathrin Deiglmayr (Hochschule Weihenstephan-Triesdorf)

In der 2. Auflage zu diesem Steckbrief finden Sie Informationen zu den Standortansprüchen, der Bodenbearbeitung und Saat, zur Sortenwahl, zum Platz in der Fruchtfolge, zu Pflege und Pflanzenschutz, zur Düngung und Gärrestverwertung, zu Ernte und Erntetermin, Ertrag, Eignung zur Zweikulturnutzung und Methanausbeute von Wickroggen als Biogassubstrat.

Sowohl in ökologischer Hinsicht als auch im Hinblick auf die Erhöhung der Biodiversität in Biogasfruchtfolgen stellt Wickroggen eine interessante Alternative zu herkömmlichen Getreide-GPS dar. Je nach Zielstellung ist der Anteil an Leguminosen in der Gesamtmischung entsprechend anzupassen. Während für eine merkliche Stickstofffixierung ein deutlich höherer Anteil an Leguminosen in der Gesamtmischung notwendig ist, reichen bereits geringere Mengen aus, um mit dem gegebenen Blühaspekt das Nahrungsangebot für Nutzinsekten zu erhöhen und das Landschaftsbild zu bereichern. Für eine zufriedenstellende Ertragsbildung und zur Ausnutzung der ökologischen Vorteile des Blütenangebotes wird empfohlen, Wickroggen zur Biogasnutzung ausschließlich in Hauptfruchtstellung anzubauen. Bei der Wahl der Folgefrucht muss dann auf entsprechend frühreife Mais- und Sorghumsorten bzw. Sommerzwischenfrüchte zurückgegriffen werden.

Wickroggen als Biogassubstrat (697 KB)

Alle Fachinformationen im Überblick