Donnerstag, 13. Dezember 2018
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Substrate

Wildpflanzenmischungen als Biogassubstrat

Stand: Juni 2013

Autoren:
Dr. Birgit Vollrath, Antje Werner, Kornelia Marzini, Martin Degenbeck (Bayerische Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau, Abteilung Landespflege)

In diesem Steckbrief finden Sie allgemeine Informationen zum Anbau von Wildpflanzenmischungen zur Biogasgewinnung. Weiterhin informiert die Fachinformation über Standortansprüche, Bodenbearbeitung und Ansaat, Artenwahl und Mischungen, Pflanzenschutz, Düngung, Ernte, Erträge und Methanausbeute von Wildpflanzenmischungen.

Die Entwicklung der Wildpflanzenmischungen steht noch am Anfang. Wegen der noch hohen Schwankungen des Ertragsniveaus ist eine betriebswirtschaftliche Bewertung schwierig. Es ist jedoch davon auszugehen, dass Wildpflanzenmischungen im Allgemeinen keine ökonomisch gleichwertige Alternative zum Mais bieten können, sondern vielmehr als ein Kompromiss zwischen Ökonomie und Ökologie zu sehen sind. Mit den Wildpflanzenmischungen steht ein Anbausystem zur Verfügung, dass ergänzend zu den Standardkulturen angebaut, die Struktur- und Blütenvielfalt und damit die Biodiversität in der Agrarlandschaft erhöhen kann. Nicht nur Jäger begrüßen folglich derartig begrünte Flächen; auch Imker schätzen sie als Nektar- und Pollenquelle für die Honigbienen im trachtarmen Sommer. Gleichzeitig ist mit dem Anbau ein enormer Imagegewinn für den Energiewirt in der Bevölkerung verbunden, weil das Landschaftsbild durch wechselnde, bunte Blühaspekte aufgewertet wird.

Wildpflanzenmischungen als Biogassubstrat (441 KB)

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